Wir pflanzen einen Apfelbaum


Pflanzaktion des OGV Vaihingen am 05.11.2011

Einen Apfelbaum zu kaufen ist kein Hexenwerk. Im Herbst einen Apfelbaum zu pflanzen, der im folgenden Frühling zu neuem Leben erwacht und für mindestens 3 Generationen knackige Früchte, Saft und Most liefert, bedarf einiger Fachkenntnisse. Etwa 20 wissenshungrige Frauen und Männer sind am vergangenen Samstag der Einladung des Obst – und Gartenbauvereins Vaihingen gefolgt. Mitglied Konrad Zluhan hat bei der Hochstammaktion der Stadt Vaihingen 2 Apfelbäume (Brettacher) bestellt und sein Grundstück für diese Lernaktion zur Verfügung gestellt. Erstaunt waren die Zuschauer über die vermeintlich vorbereiteten, großen Pflanzlöcher mit einem Durchmesser von 80 und einer Tiefe von 60 cm, aber genau so groß muss ein Pflanzloch sein.

Dann zeigte Hans Schmid den fachmännischen und wichtigen Pflanzschnitt. Die kräftige Baumkrone mit ca. 10 Ästen wurde auf 4 Kronenäste und einer Triebspitze mit jeweils 3 bis 4 Augen zurückgeschnitten. Das Pflanzloch wird teils wieder aufgefüllt und mit guter Komposterde vermischt. Eingepflanzt wurde der Hochstamm in gleicher Tiefe, wie er aus der Baumschule kommt. Zuvor wurden mit einem 13 mm Drahtgeflecht gegen die gefährlichen Wühlmäuse die Baumwurzeln eingepackt. Jeder Baum wird mit 20 Liter Wasser eingeschwemmt und mit der restlichen Erde aufgefüllt. Zum guten Schluss wird die Baumscheibe gegen zu schnelles Austrocknen mit einer Schubkarre Rindenmulch abgedeckt.
Weil ein Obstbaum relativ flach gepflanzt ist, sollte er regelmäßig, auch in einem trockenen Winter gewässert und die Baumscheibe mindestens 3 Jahre lang unkrautfrei gehalten werden.

Ein Appell an alle, die im vergangenen Jahr Obstbäume gepflanzt haben: Baumscheibe unbedingt (schon wegen den Mäusen)von Gras und Unkraut befreien und in diesem trockenen Herbst sofort wässern. Gegen Feld – und Wühlmäuse wird empfohlen, in den Mittelreihen Sitzmöglichkeiten für Greifvögel aufzustellen. Bei der diesjährigen Hochstammaktion der Stadt Vaihingen wurden 133 Hochstämme bestellt, davon 109 Apfelbäume, 13 Birnen und 11 Kirschen. Die Favoriten der Apfelsorten waren Sonnenwirtsapfel, Brettacher und Gewürzluiken.

Bildbeschreibung

Große Äste vor dem Pflanzschnitt











Richtig reduzierte Äste nach dem Pflanzschnitt










So sollte eine gepflegte Baumscheibe aussehen

 

Moosbildung kann leicht verhindert werden




Dieser Rasen wurde im Herbst zu
spät vertikutiert und nicht gedüngt
Wenn ab Mitte/Ende Februar der Rasen vom Winterschlaf erwacht, kommt für viele Rasenbesitzer ebenfalls das große Erwachen. Anstelle einer saftig grünen und wüchsigen Rasenfläche, erblickt das Auge eine gelbe Fläche mit wenig Graspflanzen, dafür aber umso mehr Moos. Um nach der Ursache zu suchen, und das Übel an der Wurzel zu packen, werden entweder chemische Moosvernichter oder schweißtreibende Vertikutiergeräte eingesetzt. Der Erfolg ist, wenn überhaupt, bei beiden Methoden nur kurzfristig, deshalb umso mehr verwunderlich, wenn die Rasenbesitzer diese arbeitsintensive Prozedur jährlich wiederholen.




Moos wächst überall dort, wo keine Nährstoffe
sind
Anstelle von Moos vernichten, sollte das Moos verhindert werden.
Moos kann sich überall dort bilden, wo wenig oder keine Nährstoffe vorhanden sind, z.B. auch auf Dachplatten, Gehwegen oder Holz. Wird z.B. im Juli zum letzten mal gedüngt, oder es wurden ungeeignete Dünger verwendet, sind die Nähr-stoffe bis zum Spätherbst verbraucht. Bis zum Frühjahr ist der Rasen dann verhungert und wenn der Rasen regelmäßig unter 4,0 cm gemäht wird, ist die Moosbildung programmiert.
Das ausstreuen von Kalk reguliert zwar den pH- Wert, kann aber Moos weder verhindern, noch bekämpfen, auch wenn das immer wieder von den Verkäufern empfohlen wird.
Moosbildung ist in erster Linie ein Nährstoffproblem.

Nur gute Dünger und zielorientierte Anwendung, ermöglichen einen moosfreien, saftig grünen Rasen.



Dieser Rasen wurde ständig zu kurz gemäht
und nicht gedüngt
Vertikutieren ist nur bei verfilzten Rasenflächen notwendig.
Rasenflächen, auch der Luxusklasse in öffentlichen Anlagen werden nur selten vertikutiert, dafür aber fachgerecht gepflegt. Wenn es notwendig erscheint, den Rasen zu vertikutieren, sollten folgende Regeln beachtet werden: Der Rasen muss im Wachstum, und möglichst 14 Tage vorher mit einem guten Rasendünger gedüngt sein, damit die zwangsläufigen Verletzungen schnell geheilt werden. Die Messer sollen dabei nur den Filz entfernen und nicht das Erdreich aufschneiden, sonst werden alte Unkrautsamen im Boden freigelegt und wieder zur Keimung angeregt.


Rasenbesitzer, die jährlich vertikutieren oder Moosvernichter anwenden, und trotzdem keinen dauerhaft grünen Rasen haben, sollten es einmal mit der folgenden, fachgerechten Pflege versuchen:

Im März, Juli und Oktober jeweils einen guten Langzeit Stickstoffdünger als Carbamidstickstoff, z.B. WESIFLOR und Kalidünger, z.B. WESIKALIUM in chloridfreier Sulfatform ausstreuen und einwässern. Die meisten Böden sind mit Phosphor überversorgt und brauchen diesen Nährstoff für einige Jahre nicht extra.

Damit sich über die Wintermonate kein Moos bildet, ist die Düngung im Oktober – November mit WESIFLOR und WESIKALIUM Kalisulfat besonders wichtig.

Ist die Herbstdüngung ausgeblieben, kann bei guter Witterung schon ab Mitte Februar mit WESIFLOR gedüngt werden. Für eine gute Düngung rechnet der Fachmann mit ca. 50,00 € im Jahr je ar.

Richtig gepflegter Rasen ist auch Januar sehr schön
Normale Haus – Sport – und Spielrasen nicht unter 4,5 cm mähen, in sehr warmen Sommermonaten nicht unter 5,0 cm. Der Rasen muss sich auch nach dem Mähen selbst noch beschatten können. Auch bei Mähern mit Fangsack ist es vorteilhaft, die Fläche gelegentlich mit einem feinen Rasenrechen auszukämmen, insbesondere vor dem Düngen, dann erübrigt sich das Vertikutieren automatisch.
Ein normaler Gebrauchs – und Zierrasen benötigt im Jahr etwa 20 bis 25 Gramm Reinstickstoff und etwa die gleiche Menge Reinkali. Das entspricht einer Aufwandmenge von ca. 45 Gramm Wesiflor und 45 Gramm Wesikalium je qm und Jahr, verteilt auf 3 Gaben.

Die Aufwandmenge variiert entsprechend der Jahreszeit:

Frühjahr: 20 Gramm Wesiflor und 15 Gramm Wesikalium je qm
Sommer: 15 Gramm Wesiflor und 10 Gramm Wesikalium je qm
Herbst: 10 Gramm Wesiflor und 20 Gramm Wesikalium je qm.

Rasenflächen, die längere Zeit nicht oder zu wenig, oder falsch gedüngt wurden, erhalten zur Kräftigung 14 Tage nach der ersten Gabe eine Nachdüngung mit Wesiflor.

Weitere Gartentipps finden Sie unter www.meingruenerdaumen.de

Die Bestell – und Preisliste finden Sie unter www.wesilaun.de

Moos im Rasen mit Herbstdüngung verhindern

Die richtige Herbstdüngung ist die beste und sicherste Moosverhinderung. Moosbildung ist primär ein Nährstoffmangel und zeigt sich besonders im Frühjahr. Der Rasen ist eine immergrüne Monokultur mit einem fast ununterbrochenen Nährstoffbedarf. Die Julidüngung die noch von vielen Gartenbesitzern durchgeführt wird, ist bis Oktober verbraucht. Bis zur nächsten Düngung im März – April ist der Rasen aber total ausgehungert, wird gelb und es bildet sich, auch mit Hilfe der Winterfeuchtigkeit jede Menge Moos. Dieses wird dann im Frühjahr mit allerlei chemischen und mechanischen Methoden bekämpft. Mit der richtigen Düngung, Mitte Oktober bis Ende November hätte sich aber gar kein Moos gebildet und der Rasen wäre den ganzen Winter über saftig grün gewesen. Einige Regeln sollten zur Herbstdüngung aber beachtet werden. Den Dünger nicht vor Mitte Oktober ausbringen, sonst kann sich bei warmer Witterung noch Wachstum bilden, was aber zu dieser Zeit nicht mehr erwünscht ist. Der Rasen soll nur kräftig und gesund grün werden. Die Nährstoffe dürfen nur ins Gewebe der Pflanzen eingelagert werden, damit sie die Strapazen des Winters gut überstehen können.

Vergleichbar mit einem Tier, das sich vor dem Winterschlaf eine dicke Fettschicht anfrisst. Würde dieses Tier hungrig in den Winterschlaf gehen, würde es nie überleben.

Wichtig sind auch die richtigen Nährstoffe. Zur Herbstdüngung sollte Kali, möglichst in Sulfatform (Wesikalium) mit viel Schwefel gestreut werden, das macht ihn stabil gegen Frostschäden. Der Stickstoff sollte in Charbamidform (Wesiflor)verabreicht werden, denn diese Stickstoffart wirkt temperaturabhängig und kommt nicht ungenutzt ins Grundwasser. Da die meisten Böden mit Phosphor überversorgt sind, der Rasen ohnehin nur wenig davon braucht, kann auf diesen Nährstoff einige Zeit verzichtet werden. Landwirtschaftliche Universaldünger sind zwar preiswert, aber für den Rasen ungeeignet, ebenso das streuen von Kalk. Mit der richtigen Herbst-Düngung, je nach Witterung bis Ende November hat Moos im Frühjahr keine Chance.

Wesi + Senn
Postfach 1272
71655 Vaihingen/Enz
Tel/Fax 07042 – 16492

 

Rasenpflege im Frühjahr



Wenn ab Mitte/Ende Februar der Rasen vom Winterschlaf erwacht, kommt für viele Rasenbesitzer ebenfalls das große Erwachen. Anstelle einer saftig grünen und wüchsigen Rasenfläche, erblickt das Auge eine gelbe Fläche mit wenig Graspflanzen, dafür aber umso mehr Moos. Um nach der Ursache zu suchen, und das Übel an der Wurzel zu packen, werden entweder chemische Moosvernichter oder schweißtreibende Vertikutiergeräte eingesetzt. Der Erfolg ist, wenn überhaupt, bei beiden Methoden nur kurzfristig, deshalb umso mehr verwunderlich, wenn die Rasenbesitzer diese arbeitsintensive Prozedur jährlich wiederholen.

Diese Rasenfläche wurde im Herbst zu spät vertikutiert und auch nicht gedüngt


Anstelle von Moos vernichten, sollte das Moos verhindert werden.
Moos kann sich überall dort bilden, wo wenig oder keine Nährstoffe vorhanden sind, z.B. auch auf Dachplatten, Gehwegen oder Holz. Wird z.B. im Juli zum letzten mal gedüngt, oder es wurden ungeeignete Dünger verwendet, sind die Nährstoffe bis zum Spätherbst verbraucht. Bis zum Frühjahr ist der Rasen dann verhungert und wenn der Rasen regelmäßig unter 4,0 cm gemäht wird, ist die Moosbildung programmiert. Das ausstreuen von Kalk reguliert zwar den pH- Wert und ist alle 4 bis 6 Jahre sinnvoll, wird aber Moos weder verhindern, noch bekämpfen, auch wenn das immer wieder von den Verkäufern empfohlen wird. Moos ist in erster Linie ein Nährstoffproblem. Anstelle von Kalk sollten sie einen guten und vor allem den richtigen Dünger streuen.

Diese Rasenfläche wurde im Herbst mit Charbamidstickstoff und Kalisulfat gedüngt und ist deshalb den ganzen Winter und bis zum späten Frühjahr saftig grün


Vertikutieren ist nur bei verfilzten Rasenflächen notwendig. Rasenflächen, auch der Luxusklasse in öffentlichen Anlagen werden nur selten vertikutiert, dafür aber fachgerecht gepflegt. Wenn es notwendig erscheint, den Rasen zu vertikutieren, sollten folgende Regeln beachtet werden:
Der Rasen muss im Wachstum, und möglichst 14 Tage vorher mit einem guten Rasendünger gedüngt sein, damit die zwangsläufigen Verletzungen schnell geheilt werden. Die Messer sollen dabei nur den Filz entfernen und nicht das Erdreich aufschneiden, sonst werden alte Unkrautsamen im Boden freigelegt und wieder zur Keimung angeregt.
Rasenbesitzer, die jährlich vertikutieren oder Moosvernichter anwenden, und trotzdem keinen dauerhaft grünen Rasen haben, sollten es einmal mit der folgenden, fachgerechten Pflege versuchen:

Im März, Juli und Oktober jeweils einen guten Langzeit Stickstoffdünger, möglichst als Carbamidstickstoff, z.B. Wesiflor und Kalidünger in chloridfreier Sulfatform, z.B. Wesikalium ausstreuen und einwässern. Die meisten Böden sind mit Phosphor überversorgt und brauchen diesen Nährstoff für einige Jahre nicht extra. Damit sich über die Wintermonate kein Moos bildet, ist die Düngung im Oktober mit Carbamidstickstoff und Kalisulfat besonders wichtig. Ist die Herbstdüngung ausgeblieben, kann bei guter Witterung schon ab Mitte Februar mit Carbamidstickstoff gedüngt werden. Für eine gute Düngung rechnet der Fachmann mit ca. 50,00 € im Jahr je ar.

Normale Haus – Sport – und Spielrasen nicht unter 4,5 cm mähen, in sehr warmen Sommermonaten nicht unter 5,0 cm. Der Rasen muss sich auch nach dem Mähen selbst noch beschatten können.
Auch bei Mähern mit Fangsack ist es vorteilhaft, die Fläche gelegentlich mit einem feinen Rasenrechen auszukämmen, insbesondere vor dem Düngen, dann erübrigt sich das Vertikutieren automatisch.

Oberstes Gebot:
Die richtige Schnitthöhe einstellen und nur scharfe Messer verwenden.
Richtig und ausreichend düngen mit hochwertigen Düngern

Text und Bild von: Gärtnermeister Maurus Senn www.meingruenerdaumen.de

 

Grün und kräftig durch den Winter


Informationen zum Rasenseminar des OGV Vaihingen

am 25.und 26. September 2009 mit GM Maurus Senn

Moosbildung kann leicht verhindert werden

Wenn ab Mitte/Ende Februar der Rasen vom Winterschlaf erwacht. kommt für viele Rasenbesitzer ebenfalls das große Erwachen. Anstelle einer saftig grünen und wüchsigen Rasenfläche, erblickt das Auge eine gelbe Fläche mit wenig Graspflanzen, dafür aber umso mehr Moos. Um nach der Ursache zu suchen, und das Übel an der Wurzel zu packen, werden entweder chemische Moosvernichter oder schweißtreibende Vertikutiergeräte eingesetzt. Der Erfolg ist, wenn überhaupt, bei beiden Methoden nur kurzfristig, deshalb umso mehr verwunderlich, wenn die Rasenbesitzer diese arbeitsintensive Prozedur jährlich wiederholen.

Anstelle von Moos vernichten, sollte das Moos verhindert werden.

Moos kann sich überall dort bilden, wo wenig oder keine Nährstoffe vorhanden sind, z.B. auch auf Dachplatten, Gehwegen oder Holz. Wird z.B. im Juli zum letzten mal gedüngt, oder es wurden ungeeignete Dünger verwendet, sind die Nährstoffe bis zum Spätherbst verbraucht. Bis zum Frühjahr ist der Rasen dann verhungert und wenn der Rasen regelmäßig unter 4,0 cm gemäht wird, ist die Moosbildung programmiert. Das ausstreuen von Kalk reguliert zwar den pH- Wert und ist alle 4 bis 6 Jahre sinnvoll, wird aber Moos weder verhindern, noch bekämpfen, auch wenn das immer wieder von den Verkäufern empfohlen wird. Moos ist in erster Linie ein Nährstoffproblem. Anstelle von Kalk sollten sie einen guten und vor allem den richtigen Dünger streuen.

Vertikutieren ist nur bei verfilzten Rasenflächen notwendig.

Rasenflächen, auch der Luxusklasse in öffentlichen Anlagen werden nur selten vertikutiert, dafür aber fachgerecht gepflegt. Wenn es notwendig erscheint, den Rasen zu vertikutieren, sollten folgende Regeln beachtet werden: Der Rasen muss im Wachstum, und möglichst 14 Tage vorher mit einem guten Rasendünger gedüngt sein, damit die zwangsläufigen Verletzungen schnell geheilt werden. Die Messer sollen dabei nur den Filz entfernen und nicht das Erdreich aufschneiden, sonst werden alte Unkrautsamen im Boden freigelegt und wieder zur Keimung angeregt. Rasenbesitzer, die jährlich vertikutieren oder Moosvernichter anwenden, und trotzdem keinen dauerhaft grünen Rasen haben, sollten es einmal mit der folgenden, fachgerechten Pflege versuchen:
Im März, Juli und Oktober jeweils einen guten Langzeitdünger mit mindestens 15% Stickstoff und hohem Kalidünger in chloridfreier Sulfatform, ausstreuen und einwässern. Die meisten Böden sind mit Phosphor überversorgt und brauchen diesen Nährstoff für einige Jahre nicht extra. Damit sich über die Wintermonate kein Moos bildet, ist die Düngung im Oktober mit Stickstoff und Kalisulfat besonders wichtig. Ist die Herbstdüngung ausgeblieben, kann bei guter Witterung schon ab Mitte Februar mit einem hochwertigen Rasendünger gedüngt werden. Für eine gute Düngung rechnet der Fachmann mit ca. 50,00 € im Jahr je ar.

Die beste Moosverhinderung ist die richtige Herbstdüngung.

Je nach Witterung, es sollte nicht zu warm sein, wird der Rasen ab Mitte Oktober bis Ende November nochmals mit einem speziellen Herbstrasendünger mit hohem Kalianteil gedüngt.

Normale Haus - Sport - und Spielrasen nicht unter 4,5 cm mähen, in sehr warmen Sommermonaten nicht unter 5,0 cm. Der Rasen muss sich auch nach dem Mähen selbst noch beschatten können.
Auch bei Mähern mit Fangsack ist es vorteilhaft, die Fläche gelegentlich mit einem feinen Rasenrechen auszukämmen, insbesondere vor dem Düngen, dann erübrigt sich das Vertikutieren automatisch.

Oberstes Gebot: Die richtige Schnitthöhe einstellen. Regelmäßig die Messer schärfen, richtig und ausreichend düngen.



Aktueller Gartentipp von Gärtnermeister Maurus Senn 08/2009

Jetzt im Herbst das Moos verhindern

Die richtige Herbstdüngung ist die beste und sicherste Moosverhinderung. Moosbildung ist primär ein Nährstoffmangel und zeigt sich besonders im Frühjahr. Der Rasen ist eine immergrüne Monokultur mit einem fast ununterbrochenem Nährstoffbedarf. Die Julidüngung die noch von vielen Gartenbesitzern durchgeführt wird, ist bis Oktober verbraucht. BIS zur nächsten Düngung Im März - April ist der Rasen aber total ausgehungert, wird gelb und es bildet sich, auch mit Hilfe der Winterfeuchtigkeit jede Menge Moos. Dieses wird dann im Frühjahr mit allerlei chemischen und mechanischen Methoden bekämpft. Mit der richtigen Düngung, Mitte Oktober bis Ende November hätte sich aber gar kein Moos gebildet und der Rasen wäre den ganzen Winter über saftig grün gewesen. Einige Regeln sollten zur Herbstdüngung aber beachtet werden. Den Dünger nicht vor Anfang Oktober ausbringen, sonst kann sich bei warmer Witterung noch Wachstum bilden, was aber zu dieser Zeit nicht mehr erwünscht ist. Der Rasen soll nur kräftig und gesund grün werden. Die Nährstoffe dürfen nur ins Gewebe der Pflanzen eingelagert werden, damit sie die Strapazen des Winters gut überstehen können. Vergleichbar mit einem Tier, das sich vor dem Winterschlaf eine dicke Fettschicht anfrisst. Würde dieses Tier hungrig in den Winterschlaf gehen, würde es nie überleben. Wichtig sind auch die richtigen Nährstoffe. Zur Herbstdüngung sollte Kali, möglichst in Sulfatform mit viel Schwefel gestreut werden, das macht ihn stabil gegen Frostschäden. Der Stickstoff sollte in einer Charbamidform verabreicht werden, denn diese Stickstoffart wirkt temperaturabhängig und kommt nicht ungenutzt ins Grundwasser. Da die meisten Böden mit Phosphor Überversorgt sind, der Rasen ohnehin nur wenig davon braucht, kann auf diesen Nährstoff einige Zeit verzichtet werden. Landwirtschaftliche Universaldünger sind zwar preiswert, aber für den Rasen ungeeignet, ebenso meistens das streuen von Kalk. Mit der richtigen Herbstdüngung, je nach Witterung bis Ende November hat Moos keine Chance.

Berechnung der Düngemenge für Rasenflächen:
Nach den Empfehlungen der Deutscher Rasenwissenschaftler verbraucht eine Standart - Rasenfläche im Jahr etwa 15 bis 20 Gramm Reinstickstoff = N und annähernd soviel Kalium = K20 je qm. Der Phosphorbedarf ist im Verhältnis zu Stickstoff und Kalium gering. Die meisten Böden sind mit Phosphor Überversorgt. Damit der Rasen gesund und strapazierfähig bleibt, und sich weder Moos und Unkraut bilden kann, muss die entzogene Nährstoffmenge ersetzt werden. Da es keine gesetzliche Vorgabe zur Rasendüngung gibt, sind alle Angaben auf den Verkaufspackungen erlaubt.
Beispiel Sollen 20 Gramm Reinstickstoff im Jahr verabreicht werden und der Dünger hat einen Stickstoffgehalt von 22% wird wie folgt errechnet: Nährstoffmenge in Gramm z.B. 20 X 100 = 2000: Nährstoffgehalt z.B. 22% = 90 Gramm Dünger je Jahr und qm In 3 Gaben sind das jeweils 30 Gramm (3 kg je ar)

Unkraut im Rasen - verhindern und bekämpfen

Die allermeisten Grünflächen in Hausgärten dienen dem unbeschwerten Aufenthalt für Spiel, Spaß und Freizeit. Ein Statussymbol für Wohlstand und Ordnung soll auch erkennbar sein. Eine solche Fläche wird als Rasen bezeichnet und wird für diesen Zweck auch entsprechend gepflegt. Und Unkraut? Nichts gegen die Vielfalt von Pflanzen im Garten, aber je weniger Fremdpflanzen Im Rasen sind, desto stabiler und strapazierfähiger ist er.

Einen schönen, unkrautfreien Rasen zu haben ist kein Hexenwerk, sondern die Umsetzung von Fachwissen in die Tat. Es ist gut sichtbar, dass fast alle Rasenunkräuter niedrigwachsend oder sogar kriechend sind. Damit sie gedeihen können, brauchen sie viel Licht und das ist nur vorhanden, wenn der Rasen ständig zu niedrig gemäht wird. Deshalb sollte der Rasen, vor allem im Sommer nicht unter 4 bis 5 cm geschnitten werden, damit er sich selbst beschatten kann. Die Unkräuter, vor allem die sonnenhungrigen, werden dann wegen Lichtmangel unterdrückt. Wird der Rasen mit seinen flachen Wurzeln bei hohen Temperaturen zu niedrig gemäht, trocknet er auch aus und die Unkräuter mit wesentlich tieferem Wurzelwerk überleben und haben für die Zukunft die Oberhand.

Die richtige Schnitthöhe ist also die erste Unkrautverhinderung.

Wenn im Rasen die Unkräuter seit längerer Zeit dominieren, und eine rasche Änderung erwünscht wird, sind die oben genannten Maßnahmen meist nicht ausreichend oder dauern zu lange, und eine sorgfältige, chemische Behandlung ist die einzig Wirksame Alternative. Mit dem Kauf eines Präparates ist der Erfolg aber noch nicht gesichert. Um es richtig anwenden zu können ist es notwendig, zu wissen, wie die chemische Unkrautbekämpfung Überhaupt funktioniert und was alles zu beachten ist.

Die Wirkstoffe der Rasenunkrautvernichter, egal ob flüssig oder mit Dünger kombiniert, sind sogenannte Wuchsstoffmittel, Die behandelten Pflanzen müssen sich also zu Tode wachsen, Das wirkt aber nur bei Zweikeimblättrigen bzw. breitblättrigen Pflanzen und das sind die typischen Rasenunkräuter, Die Rasenpflanzen sind einkeimblättrig und werden deshalb verschont.

Um die Wirkungsweise zu verstehen und in die Tat umsetzen zu können, sollte folgendes beachtet werden:
Damit sich die Pflanzen wirklich zu Tode wachsen können, muss ein optimales, warmes und wüchsiges Wetter vorhanden sein, z.B. Ende April bis Mitte Juni. Keine Anwendung bei hohen Sommertemperaturen und bei Nachtfrostgefahr, Neuanlagen im Aussaatjahr frühestens nach 4 Monaten, bzw. nach Angabe der Produkthersteller behandeln.

Der Rasen sollte für ein optimales Wachstum auch gut gedüngt sein.

Die Aufnahme des Unkrautvernichters geschieht zu 90% über die Blattoberfläche, manche Produkte wirken nur über das Blatt. Der Rasen darf deshalb nicht frisch und vor allem nicht zu tief gemäht sein, damit genügend Blattfläche zur Aufnahme vorhanden ist.
Damit der Wirkstoff über das Blatt auch einwirken kann, sollte es mindestens 6 bis 8 Stunden nach der Behandlung nicht regnen, und damit der Wirkstoff auch nicht zu schnell vertrocknet, ist die Anwendung in den Abendstunden vorteilhaft. Nach der Einwirkzeit von ca. 1 bis 2 Tage, sollte die Rasenfläche mindestens 14 Tage lang regelmäßig gewässert werden, damit ein gutes Wachstumsklima entsteht, das die Wirkung fördert.

Natürlich darf das Blatt bei der Behandlung nicht nass sein, sonst verdünnt sich der Wirkstoff. Diese Empfehlung gilt nur für die Behandlung mit flüssigen Mitteln, z.B. mit Spritze oder Gießkanne. Unkrautvernichter mit Dünger in fester Form haben andere Anwendungshinweise, die an anderer Stelle beschrieben werden.

Bei manchen Unkräutern mit fettiger Blattfläche, z.B. Klee, perlt das Wasser mit dem Wirkstoff ab und reduziert die Wirkung. Die Beimischung einer winzig kleinen Menge Geschirrspülmittel entspannt die Oberfläche und erhöht die Wirkung, die bei günstigen Bedingungen schon nach 4 Tagen einsetzen kann. Manchmal dauert es aber 14 Tage und bei schwer bekämpfbaren Unkräutern ist eine Zweitbehandlung innerhalb 14 Tagen, solange die Pflanzen noch geschwächt sind, vorteilhaft.

Weil die Wirkung vorwiegend über die Blattfläche geschieht, muss auch das Blatt gut benetzt werden. Dazu eignen sich besonders feine Gießbrausen, Werden Spritzgeräte verwendet, die auch eine optimale Wirkung erreichen, ist besondere Vorsicht geboten, denn der feine Spritznebel wird vom Wind schnell weitertransportiert und kann andere zweikeimblättrige Gartenpflanzen schädigen.

Für einen guten Erfolg ist es auch unabdingbar, die Gebrauchsanweisung der Hersteller genau zu beachten, Insbesondere die Hinweise für weitere Gefahren, z.B. Gewässerschutz, Bienenschutz, Gerätereinigung, Wartezeiten, Entsorgung usw.

Der Laie geht davon aus, dass mit einem Rasenunkrautvernichter alle Rasenunkräuter bekämpft werden können. Dies ist aber nur selten der Fall. Auf den Gebrauchsanweisungen, bzw. auf dem Beipackzettel ist vermerkt, welche Unkräuter sehr gut bis gut, weniger gut, oder nicht ausreichend bekämpft werden können. Lassen sie sich deshalb vor dem Kauf den Beipackzettel geben und informieren sie sich, weiche Unkräuter weniger gut, bzw., nicht ausreichend bekämpft werden. Vorrausetzung ist, dass die vorhandenen Unkräuter mit Namen bekannt sind, nur so kann das richtige Mittel ausgewählt werde. Wenn sich nach der erfolgreichen Anwendung Kahlstellen bilden, kann nach ca. 8 Wochen nachgesät werden. Ein Produkt mit der größten Wirkungsbreite, auch für schwer bekämpfbare Unkräuter und hochwertige Dünger finden sie in der beigefügten Besteilliste.

Anwendung von Düngern mit Unkrautvernichter

Anders als bei der flüssigen Unkrautbekämpfung, wo das Blattwerk trocken sein soll, müssen die Blätter bei herbizidhaltigen Düngern taufeucht sein, damit der Wirkstoff hängen bleibt. Auch hier können nicht alle Unkrautarten bekämpft werden.

Zu den allgemein schwer bekämpfbaren Unkräutern zählen: Ehrenpreis, Gundermann, Hornsauerklee und kriechender Hahnenfuß, und gerade die Pflanzen sind es, die wir gerne los werden wollen. (Produkte siehe beigefügte Bestellliste) Gut bekämpft werden Löwenzahn, Gänseblümchen und Wegericharten,

Moos im Rasen kann mit Unkrautvernichtungsmitteln nicht bekämpft werden. Dafür gibt es andere Mittel. Die Hauptursachen für Moos im Rasen sind aber: Nährstoffmangel und ständig zu niedriges mähen, Moosbildung ist im Frühjahr sichtbar, wenn im Spätherbst nicht gedüngt wurde. Selten sind es andere Ursachen, Die Behandlung mit Eisendüngern beheben nicht die Ursache und wirken nur kurzfristig Die Behandlung mit Kalk oder nur vertikutieren ist ebenfalls wirkungslos.

Sie erhalten von uns Unkrautbekämpfungsmittel mit den neuesten und besten Wirkstoffen, auch für schwerbekämpfbare Unkräuter, z.B. Dicotex und hochwertige Düngemittel für Rasen, Obst, Zier - und Gemüsegarten.

Viele weiter Gartentipps finden sie unter www.meingruenerdaumen.de
und www.wesilaun.de

Maurus Senn Gärtnermeister Pf.1272 0 - 71655 Vaihingen Tel./Fax 07042 – 16492



Rasenpflege: Düngen - Wässern - Mähen

Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel: Erkennbar ist Nährstoffmangel am einfachsten an der nachlassenden Grünfärbung und am geringen Zuwachs. Ohne Wachstum gibt es jedoch keinen dichten, grünen Rasen. Ist der Boden an Nährstoffen verarmt, breiten sich Moos und Unkräuter aus. Wichtige Nährstoffe sind Stickstoff, Phospat, Kalium sowie Magnesium und Spurennährstoffe. Diese greifen in verschiedene Prozesse in der Pflanze ein und haben eine positive Wirkung:

Stickstoff ( N) ist zuständig für das Wachstum, Blattbildung und Bestockung, sowie zur Bildung von Chlorophyll. bzw. Grünfärbung.
Phosphor ( P) steuert das Wurzelwachstum, und regelt den Energiehaushalt.
Kalium ( K) braucht die Pflanze zur Festigung des Gewebes. Kalium stärkt die Pflanzen gegen Krankheiten und mechanische Verletzungen. Kalium fördert die Reservestoffeinlagerung von Stickstoff und anderen Nährstoffen, besonders für den Winter. Ebenfalls wird der Wasserhaushalt besser reguliert und die Pflanzen bei Trockenheit gestärkt.

Dünger und Düngermenge
Spätestens alle 3 Jahre sollte der Nährstoffgehalt des Bodens analysiert werden und sich die Düngung an den Analysewerten orientieren: Der Jahresstickstoffbedarf unterscheidet sich je nach Rasentyp, Nutzung und Bodenart. Für einen Hausgartenrasen mit Abtransport des Schnittgutes liegt der Stickstoffbedarf je nach Belastungsart im Bereich von 10 bis 24 Gramm Reinnährstoff pro Quadratmeter und Jahr. Der Bedarf der anderen Hauptnährstoffe [Phosphor, Kalium] ist im Verhältnis vom Jahresstickstoff abhängig: Allgemein gilt das Verhältnis von N - P- K =3: 0,5 :2.

Landwirtschaftliche oder gärtnerische Dünger haben für die Belange des Rasens eine falsche Nährstoffzusammensetzung: Sie wirken zu schnell und der Düngeeffekt ist nur von kurzer Dauer Außerdem regen sie in erster Linie das Höhenwachstum an, und der Rasen produziert eine Unmenge an Schnittgut. Zudem besteht bei Regen die Gefahr der Nitratauswaschung und somit einer Verschmutzung des Grundwassers.

Rein organische Rasendünger besitzen naturgemäß einen geringen Nährstoffgehalt und gelegentlich ein für den Rasen ungeeignetes Nährstoffverhältnis, denn die rein organische Substanz enthält meistens nur wenig oder gar kein Kali. In diesem Fall sind öftere Düngergaben und die zusätzliche, separate Kaligabe im Herbst vorteilhaft. Damit alle Nährstoffe in der richtigen Form und Menge auch zur Verfügung stehen, gibt es die speziellen Rasenlangzeitdünger. Gute Rasenlangzeitdünger enthalten die Nährstoffe im richtigen Verhältnis, wirken lang anhaltend, verbrennen den Rasen nicht und fördern das Dichtewachstum. Entsprechend ihrer Zusammensetzung werden Langzeitdünger von Kurzzeitdüngern und Kombinationsdüngern unterschieden.

Mineralische Kurzzeitdünger sind sofort verfügbar, haben aber keine anhaltende Wirkung. Mineralische Langzeitdünger hingegen geben ihren Nährstoffvorrat über einen längeren Zeitraum in dosierter Form ab. Diese bestehen ganz oder überwiegend [über 80 Prozent] aus langsam wirkenden N-Formen synthetisch-organischer oder natürlich-organischer Art sowie umhüllten Düngern.

Art und Anteil des Stickstoffs sind entscheidende Qualitätsmerkmale eines Rasendüngers: Jede NForm hat unterschiedliche Auswirkungen auf Wachstum, Grundwasserbelastung undLangzeitwirkung. Gute Rasenvolldünger haben einen geringen oder gar keinen Anteil Nitratstickstoff,dafür umso mehr Ammoniumstickstoff und Carbamidstickstoff (Harnstoff) in verschiedenen Langzeitvarationen. In Abhängigkeit von der Herstellung [KWL-N und KWUL-N] und dem GesamtStickstoff sind die verschiedenen Rasendünger von dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft den verschiedenen Wirkungstypen zugeordnet. Die Verwendung von Einzelnährstoffen, sofern sie erhältlich sind, ist sehr arbeitsintensiv, dafür aber umso effektiver.

Düngertermine
In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg ist im September zu verzeichnen, dann verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Durch gezielte Düngergaben lassen sich erwünschte Abläufe unterstützen oder unerwünschte Abläufe beeinflussen. Reine Zierrasenflächen ohne Belastung werden zweimal pro Jahr, Spiel - und Sportrasen dreimal pro Jahr gedüngt. Auch Langzeitdünger sollten zweimal statt einmal im Jahr verwandt werden. Der Abbau ist abhängig von der Witterung, wobei die angegebene Abbauzeit bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius berechnet wird. Oft liegen aber bereits im Mai schon die Temperaturen über 20 Grad.

Die erste Düngung mit einem Langzeitdünger erfolgt zum Wachstumsbeginn im Frühjahr Mitte März], die zweite Düngung im Juli. Belasteter Rasen wird in aller Regel dreimal im Jahr mit Langzeitdünger gedüngt. Mögliche Zeiträume sind März, Juli und September/Oktober. Je stärker die Nutzung und je höher der Verschleiß der Gräser ist, desto mehr Nährstoffe werden benötigt. Die Herbstdüngung im Oktober mit einem speziellen Dünger mit viel Kalium hilft dem Rasen besser über den Winter. Im Schatten von Bäumen wachsende Gräser benötigen mindestens eine dreimalige Düngung im Jahr, da die Bäume dem Boden ebenfalls Nährstoffe entziehen.

Beregnen
Rasengräser bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser: Ohne Wasser wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Außerdem erfolgt bei Trockenheit auch keine Nährstoffaufnahme. Der Wasserbedarf eines Rasens hängt wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen [Durchlässigkeit] sowie von dem jeweiligen Rasentyp ab. Bei anhaltender Trockenheit sollte der Rasen Im Abstand von 7 bis 14 Tagen am besten frühmorgens wurzeltief durchfeuchtet werden, das bedeutet, das Wasser sollte 10 bis 15 cm in den Wurzelbereich eindringen. Daraus ergibt sich je nach Bodenart etc. eine Beregnungsmenge von 15 bis 251/qm. So bleiben die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten.

Zu häufiges Beregnen mit geringen Wassergaben sollte ebenso vermieden werden wie Bewässern mit zu hohen Wassermengen, beides verursacht ein flaches Wurzelwachstum Die beste Zeit zum Beregnen ist frühmorgens, damit der Bestand schnell wieder abtrocknet im Laufe des Tages. Gräser unter Bäumen benötigen häufiger Wasser.

Rasenmähen
Regelmäßiges Rasenmähen fördert die Dichte des Rasens: Die Gräser bilden neue Seitentriebe, neue Blätter und Ausläufer. Zudem werden nicht schnittverträgliche Kräuter in ihre Schranken verwiesen. Die Schnitthöhe wirkt sich auf die Narbendichte und das Wurzelwerk aus. Kurz gemähter Rasen zeigt höhere Narbendichte, jedoch geringere Wurzelentwicklung. Eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm ist optimal, im Schatten und zur Sommerzeit jedoch nicht unter 4,5 cm.

Häufiger Fehler bei der Rasenpflege ist ein zu kurzer Schnitt: Werden die Gräser zu tief abgeschnitten, trocknet der Boden schneller aus, und freigelegte Wurzeln sterben ab. Dadurch verzögert sich der Wiederaustrieb, und der Breitwuchs ist gestört. Die Kahlstellen werden mit Unkraut besiedelt. Wenn die Gräser nach einer längeren Mähpause einmal höher gewachsen sind, sollten sie in mehreren Etappen auf die normale Länge zurückgeschnitten werden, das bedeutet: niemals mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abschneiden.

In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, Im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg erfolgt im September, danach verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Für einen Hausrasen können 20 bis 40 Schnitte pro Jahr angegeben werden.

Beim Mulchen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche, denn das Schnittgut soll durch die Bodenorganismen mineralisiert werden, und die enthaltenen Nährstoffe werden dann den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Zudem erspart das Mulchen auch die oft teure Entsorgung des Schnittgutes. Für ein erfolgreiches Mulchen wird ein geeigneter Mulchmäher benötigt, wobei ein Hand - Spindelmäher bei regelmäßigem Einsatz die gleichen Bedingungen erfüllt.

Weiterhin sind folgende Voraussetzungen notwendig:

Der Rasen muss trocken sein, die Schnitthöhe darf nicht zu lang sein, (nicht mehr als 3 cm)es muss also häufiger als üblich gemäht werden [2 mal pro Woche in der Hauptwachstumszeit]. Nur kurzes Schnittgut kann sofort und fast spurenlos vertrocknen. Diese unsichtbare Trockenmasse kann sich ohne Filzschicht wieder mll1eralisieren und zu wertvollem Dünger umgewandelt werden. Ist das Mulchen oder kurze Mähen nicht möglich, dann sollte das Schnittgut auf den Kompost gebracht werden.

 

Grün und kräftig durch den Winter


Informationen zum Rasenseminar des OGV Vaihingen

am 25.und 26. September 2009 mit GM Maurus Senn

Moosbildung kann leicht verhindert werden

Wenn ab Mitte/Ende Februar der Rasen vom Winterschlaf erwacht. kommt für viele Rasenbesitzer ebenfalls das große Erwachen. Anstelle einer saftig grünen und wüchsigen Rasenfläche, erblickt das Auge eine gelbe Fläche mit wenig Graspflanzen, dafür aber umso mehr Moos. Um nach der Ursache zu suchen, und das Übel an der Wurzel zu packen, werden entweder chemische Moosvernichter oder schweißtreibende Vertikutiergeräte eingesetzt. Der Erfolg ist, wenn überhaupt, bei beiden Methoden nur kurzfristig, deshalb umso mehr verwunderlich, wenn die Rasenbesitzer diese arbeitsintensive Prozedur jährlich wiederholen.

Anstelle von Moos vernichten, sollte das Moos verhindert werden.

Moos kann sich überall dort bilden, wo wenig oder keine Nährstoffe vorhanden sind, z.B. auch auf Dachplatten, Gehwegen oder Holz. Wird z.B. im Juli zum letzten mal gedüngt, oder es wurden ungeeignete Dünger verwendet, sind die Nährstoffe bis zum Spätherbst verbraucht. Bis zum Frühjahr ist der Rasen dann verhungert und wenn der Rasen regelmäßig unter 4,0 cm gemäht wird, ist die Moosbildung programmiert. Das ausstreuen von Kalk reguliert zwar den pH- Wert und ist alle 4 bis 6 Jahre sinnvoll, wird aber Moos weder verhindern, noch bekämpfen, auch wenn das immer wieder von den Verkäufern empfohlen wird. Moos ist in erster Linie ein Nährstoffproblem. Anstelle von Kalk sollten sie einen guten und vor allem den richtigen Dünger streuen.

Vertikutieren ist nur bei verfilzten Rasenflächen notwendig.

Rasenflächen, auch der Luxusklasse in öffentlichen Anlagen werden nur selten vertikutiert, dafür aber fachgerecht gepflegt. Wenn es notwendig erscheint, den Rasen zu vertikutieren, sollten folgende Regeln beachtet werden: Der Rasen muss im Wachstum, und möglichst 14 Tage vorher mit einem guten Rasendünger gedüngt sein, damit die zwangsläufigen Verletzungen schnell geheilt werden. Die Messer sollen dabei nur den Filz entfernen und nicht das Erdreich aufschneiden, sonst werden alte Unkrautsamen im Boden freigelegt und wieder zur Keimung angeregt. Rasenbesitzer, die jährlich vertikutieren oder Moosvernichter anwenden, und trotzdem keinen dauerhaft grünen Rasen haben, sollten es einmal mit der folgenden, fachgerechten Pflege versuchen:
Im März, Juli und Oktober jeweils einen guten Langzeitdünger mit mindestens 15% Stickstoff und hohem Kalidünger in chloridfreier Sulfatform, ausstreuen und einwässern. Die meisten Böden sind mit Phosphor überversorgt und brauchen diesen Nährstoff für einige Jahre nicht extra. Damit sich über die Wintermonate kein Moos bildet, ist die Düngung im Oktober mit Stickstoff und Kalisulfat besonders wichtig. Ist die Herbstdüngung ausgeblieben, kann bei guter Witterung schon ab Mitte Februar mit einem hochwertigen Rasendünger gedüngt werden. Für eine gute Düngung rechnet der Fachmann mit ca. 50,00 € im Jahr je ar.

Die beste Moosverhinderung ist die richtige Herbstdüngung.

Je nach Witterung, es sollte nicht zu warm sein, wird der Rasen ab Mitte Oktober bis Ende November nochmals mit einem speziellen Herbstrasendünger mit hohem Kalianteil gedüngt.

Normale Haus - Sport - und Spielrasen nicht unter 4,5 cm mähen, in sehr warmen Sommermonaten nicht unter 5,0 cm. Der Rasen muss sich auch nach dem Mähen selbst noch beschatten können.
Auch bei Mähern mit Fangsack ist es vorteilhaft, die Fläche gelegentlich mit einem feinen Rasenrechen auszukämmen, insbesondere vor dem Düngen, dann erübrigt sich das Vertikutieren automatisch.

Oberstes Gebot: Die richtige Schnitthöhe einstellen. Regelmäßig die Messer schärfen, richtig und ausreichend düngen.



Aktueller Gartentipp von Gärtnermeister Maurus Senn 08/2009

Jetzt im Herbst das Moos verhindern

Die richtige Herbstdüngung ist die beste und sicherste Moosverhinderung. Moosbildung ist primär ein Nährstoffmangel und zeigt sich besonders im Frühjahr. Der Rasen ist eine immergrüne Monokultur mit einem fast ununterbrochenem Nährstoffbedarf. Die Julidüngung die noch von vielen Gartenbesitzern durchgeführt wird, ist bis Oktober verbraucht. BIS zur nächsten Düngung Im März - April ist der Rasen aber total ausgehungert, wird gelb und es bildet sich, auch mit Hilfe der Winterfeuchtigkeit jede Menge Moos. Dieses wird dann im Frühjahr mit allerlei chemischen und mechanischen Methoden bekämpft. Mit der richtigen Düngung, Mitte Oktober bis Ende November hätte sich aber gar kein Moos gebildet und der Rasen wäre den ganzen Winter über saftig grün gewesen. Einige Regeln sollten zur Herbstdüngung aber beachtet werden. Den Dünger nicht vor Anfang Oktober ausbringen, sonst kann sich bei warmer Witterung noch Wachstum bilden, was aber zu dieser Zeit nicht mehr erwünscht ist. Der Rasen soll nur kräftig und gesund grün werden. Die Nährstoffe dürfen nur ins Gewebe der Pflanzen eingelagert werden, damit sie die Strapazen des Winters gut überstehen können. Vergleichbar mit einem Tier, das sich vor dem Winterschlaf eine dicke Fettschicht anfrisst. Würde dieses Tier hungrig in den Winterschlaf gehen, würde es nie überleben. Wichtig sind auch die richtigen Nährstoffe. Zur Herbstdüngung sollte Kali, möglichst in Sulfatform mit viel Schwefel gestreut werden, das macht ihn stabil gegen Frostschäden. Der Stickstoff sollte in einer Charbamidform verabreicht werden, denn diese Stickstoffart wirkt temperaturabhängig und kommt nicht ungenutzt ins Grundwasser. Da die meisten Böden mit Phosphor Überversorgt sind, der Rasen ohnehin nur wenig davon braucht, kann auf diesen Nährstoff einige Zeit verzichtet werden. Landwirtschaftliche Universaldünger sind zwar preiswert, aber für den Rasen ungeeignet, ebenso meistens das streuen von Kalk. Mit der richtigen Herbstdüngung, je nach Witterung bis Ende November hat Moos keine Chance.

Berechnung der Düngemenge für Rasenflächen:
Nach den Empfehlungen der Deutscher Rasenwissenschaftler verbraucht eine Standart - Rasenfläche im Jahr etwa 15 bis 20 Gramm Reinstickstoff = N und annähernd soviel Kalium = K20 je qm. Der Phosphorbedarf ist im Verhältnis zu Stickstoff und Kalium gering. Die meisten Böden sind mit Phosphor Überversorgt. Damit der Rasen gesund und strapazierfähig bleibt, und sich weder Moos und Unkraut bilden kann, muss die entzogene Nährstoffmenge ersetzt werden. Da es keine gesetzliche Vorgabe zur Rasendüngung gibt, sind alle Angaben auf den Verkaufspackungen erlaubt.
Beispiel Sollen 20 Gramm Reinstickstoff im Jahr verabreicht werden und der Dünger hat einen Stickstoffgehalt von 22% wird wie folgt errechnet: Nährstoffmenge in Gramm z.B. 20 X 100 = 2000: Nährstoffgehalt z.B. 22% = 90 Gramm Dünger je Jahr und qm In 3 Gaben sind das jeweils 30 Gramm (3 kg je ar)

Unkraut im Rasen - verhindern und bekämpfen

Die allermeisten Grünflächen in Hausgärten dienen dem unbeschwerten Aufenthalt für Spiel, Spaß und Freizeit. Ein Statussymbol für Wohlstand und Ordnung soll auch erkennbar sein. Eine solche Fläche wird als Rasen bezeichnet und wird für diesen Zweck auch entsprechend gepflegt. Und Unkraut? Nichts gegen die Vielfalt von Pflanzen im Garten, aber je weniger Fremdpflanzen Im Rasen sind, desto stabiler und strapazierfähiger ist er.

Einen schönen, unkrautfreien Rasen zu haben ist kein Hexenwerk, sondern die Umsetzung von Fachwissen in die Tat. Es ist gut sichtbar, dass fast alle Rasenunkräuter niedrigwachsend oder sogar kriechend sind. Damit sie gedeihen können, brauchen sie viel Licht und das ist nur vorhanden, wenn der Rasen ständig zu niedrig gemäht wird. Deshalb sollte der Rasen, vor allem im Sommer nicht unter 4 bis 5 cm geschnitten werden, damit er sich selbst beschatten kann. Die Unkräuter, vor allem die sonnenhungrigen, werden dann wegen Lichtmangel unterdrückt. Wird der Rasen mit seinen flachen Wurzeln bei hohen Temperaturen zu niedrig gemäht, trocknet er auch aus und die Unkräuter mit wesentlich tieferem Wurzelwerk überleben und haben für die Zukunft die Oberhand.

Die richtige Schnitthöhe ist also die erste Unkrautverhinderung.

Wenn im Rasen die Unkräuter seit längerer Zeit dominieren, und eine rasche Änderung erwünscht wird, sind die oben genannten Maßnahmen meist nicht ausreichend oder dauern zu lange, und eine sorgfältige, chemische Behandlung ist die einzig Wirksame Alternative. Mit dem Kauf eines Präparates ist der Erfolg aber noch nicht gesichert. Um es richtig anwenden zu können ist es notwendig, zu wissen, wie die chemische Unkrautbekämpfung Überhaupt funktioniert und was alles zu beachten ist.

Die Wirkstoffe der Rasenunkrautvernichter, egal ob flüssig oder mit Dünger kombiniert, sind sogenannte Wuchsstoffmittel, Die behandelten Pflanzen müssen sich also zu Tode wachsen, Das wirkt aber nur bei Zweikeimblättrigen bzw. breitblättrigen Pflanzen und das sind die typischen Rasenunkräuter, Die Rasenpflanzen sind einkeimblättrig und werden deshalb verschont.

Um die Wirkungsweise zu verstehen und in die Tat umsetzen zu können, sollte folgendes beachtet werden:
Damit sich die Pflanzen wirklich zu Tode wachsen können, muss ein optimales, warmes und wüchsiges Wetter vorhanden sein, z.B. Ende April bis Mitte Juni. Keine Anwendung bei hohen Sommertemperaturen und bei Nachtfrostgefahr, Neuanlagen im Aussaatjahr frühestens nach 4 Monaten, bzw. nach Angabe der Produkthersteller behandeln.

Der Rasen sollte für ein optimales Wachstum auch gut gedüngt sein.

Die Aufnahme des Unkrautvernichters geschieht zu 90% über die Blattoberfläche, manche Produkte wirken nur über das Blatt. Der Rasen darf deshalb nicht frisch und vor allem nicht zu tief gemäht sein, damit genügend Blattfläche zur Aufnahme vorhanden ist.
Damit der Wirkstoff über das Blatt auch einwirken kann, sollte es mindestens 6 bis 8 Stunden nach der Behandlung nicht regnen, und damit der Wirkstoff auch nicht zu schnell vertrocknet, ist die Anwendung in den Abendstunden vorteilhaft. Nach der Einwirkzeit von ca. 1 bis 2 Tage, sollte die Rasenfläche mindestens 14 Tage lang regelmäßig gewässert werden, damit ein gutes Wachstumsklima entsteht, das die Wirkung fördert.

Natürlich darf das Blatt bei der Behandlung nicht nass sein, sonst verdünnt sich der Wirkstoff. Diese Empfehlung gilt nur für die Behandlung mit flüssigen Mitteln, z.B. mit Spritze oder Gießkanne. Unkrautvernichter mit Dünger in fester Form haben andere Anwendungshinweise, die an anderer Stelle beschrieben werden.

Bei manchen Unkräutern mit fettiger Blattfläche, z.B. Klee, perlt das Wasser mit dem Wirkstoff ab und reduziert die Wirkung. Die Beimischung einer winzig kleinen Menge Geschirrspülmittel entspannt die Oberfläche und erhöht die Wirkung, die bei günstigen Bedingungen schon nach 4 Tagen einsetzen kann. Manchmal dauert es aber 14 Tage und bei schwer bekämpfbaren Unkräutern ist eine Zweitbehandlung innerhalb 14 Tagen, solange die Pflanzen noch geschwächt sind, vorteilhaft.

Weil die Wirkung vorwiegend über die Blattfläche geschieht, muss auch das Blatt gut benetzt werden. Dazu eignen sich besonders feine Gießbrausen, Werden Spritzgeräte verwendet, die auch eine optimale Wirkung erreichen, ist besondere Vorsicht geboten, denn der feine Spritznebel wird vom Wind schnell weitertransportiert und kann andere zweikeimblättrige Gartenpflanzen schädigen.

Für einen guten Erfolg ist es auch unabdingbar, die Gebrauchsanweisung der Hersteller genau zu beachten, Insbesondere die Hinweise für weitere Gefahren, z.B. Gewässerschutz, Bienenschutz, Gerätereinigung, Wartezeiten, Entsorgung usw.

Der Laie geht davon aus, dass mit einem Rasenunkrautvernichter alle Rasenunkräuter bekämpft werden können. Dies ist aber nur selten der Fall. Auf den Gebrauchsanweisungen, bzw. auf dem Beipackzettel ist vermerkt, welche Unkräuter sehr gut bis gut, weniger gut, oder nicht ausreichend bekämpft werden können. Lassen sie sich deshalb vor dem Kauf den Beipackzettel geben und informieren sie sich, weiche Unkräuter weniger gut, bzw., nicht ausreichend bekämpft werden. Vorrausetzung ist, dass die vorhandenen Unkräuter mit Namen bekannt sind, nur so kann das richtige Mittel ausgewählt werde. Wenn sich nach der erfolgreichen Anwendung Kahlstellen bilden, kann nach ca. 8 Wochen nachgesät werden. Ein Produkt mit der größten Wirkungsbreite, auch für schwer bekämpfbare Unkräuter und hochwertige Dünger finden sie in der beigefügten Besteilliste.

Anwendung von Düngern mit Unkrautvernichter

Anders als bei der flüssigen Unkrautbekämpfung, wo das Blattwerk trocken sein soll, müssen die Blätter bei herbizidhaltigen Düngern taufeucht sein, damit der Wirkstoff hängen bleibt. Auch hier können nicht alle Unkrautarten bekämpft werden.

Zu den allgemein schwer bekämpfbaren Unkräutern zählen: Ehrenpreis, Gundermann, Hornsauerklee und kriechender Hahnenfuß, und gerade die Pflanzen sind es, die wir gerne los werden wollen. (Produkte siehe beigefügte Bestellliste) Gut bekämpft werden Löwenzahn, Gänseblümchen und Wegericharten,

Moos im Rasen kann mit Unkrautvernichtungsmitteln nicht bekämpft werden. Dafür gibt es andere Mittel. Die Hauptursachen für Moos im Rasen sind aber: Nährstoffmangel und ständig zu niedriges mähen, Moosbildung ist im Frühjahr sichtbar, wenn im Spätherbst nicht gedüngt wurde. Selten sind es andere Ursachen, Die Behandlung mit Eisendüngern beheben nicht die Ursache und wirken nur kurzfristig Die Behandlung mit Kalk oder nur vertikutieren ist ebenfalls wirkungslos.

Sie erhalten von uns Unkrautbekämpfungsmittel mit den neuesten und besten Wirkstoffen, auch für schwerbekämpfbare Unkräuter, z.B. Dicotex und hochwertige Düngemittel für Rasen, Obst, Zier - und Gemüsegarten.

Viele weiter Gartentipps finden sie unter www.meingruenerdaumen.de
und www.wesilaun.de

Maurus Senn Gärtnermeister Pf.1272 0 - 71655 Vaihingen Tel./Fax 07042 – 16492



Rasenpflege: Düngen - Wässern - Mähen

Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel: Erkennbar ist Nährstoffmangel am einfachsten an der nachlassenden Grünfärbung und am geringen Zuwachs. Ohne Wachstum gibt es jedoch keinen dichten, grünen Rasen. Ist der Boden an Nährstoffen verarmt, breiten sich Moos und Unkräuter aus. Wichtige Nährstoffe sind Stickstoff, Phospat, Kalium sowie Magnesium und Spurennährstoffe. Diese greifen in verschiedene Prozesse in der Pflanze ein und haben eine positive Wirkung:

Stickstoff ( N) ist zuständig für das Wachstum, Blattbildung und Bestockung, sowie zur Bildung von Chlorophyll. bzw. Grünfärbung.
Phosphor ( P) steuert das Wurzelwachstum, und regelt den Energiehaushalt.
Kalium ( K) braucht die Pflanze zur Festigung des Gewebes. Kalium stärkt die Pflanzen gegen Krankheiten und mechanische Verletzungen. Kalium fördert die Reservestoffeinlagerung von Stickstoff und anderen Nährstoffen, besonders für den Winter. Ebenfalls wird der Wasserhaushalt besser reguliert und die Pflanzen bei Trockenheit gestärkt.

Dünger und Düngermenge
Spätestens alle 3 Jahre sollte der Nährstoffgehalt des Bodens analysiert werden und sich die Düngung an den Analysewerten orientieren: Der Jahresstickstoffbedarf unterscheidet sich je nach Rasentyp, Nutzung und Bodenart. Für einen Hausgartenrasen mit Abtransport des Schnittgutes liegt der Stickstoffbedarf je nach Belastungsart im Bereich von 10 bis 24 Gramm Reinnährstoff pro Quadratmeter und Jahr. Der Bedarf der anderen Hauptnährstoffe [Phosphor, Kalium] ist im Verhältnis vom Jahresstickstoff abhängig: Allgemein gilt das Verhältnis von N - P- K =3: 0,5 :2.

Landwirtschaftliche oder gärtnerische Dünger haben für die Belange des Rasens eine falsche Nährstoffzusammensetzung: Sie wirken zu schnell und der Düngeeffekt ist nur von kurzer Dauer Außerdem regen sie in erster Linie das Höhenwachstum an, und der Rasen produziert eine Unmenge an Schnittgut. Zudem besteht bei Regen die Gefahr der Nitratauswaschung und somit einer Verschmutzung des Grundwassers.

Rein organische Rasendünger besitzen naturgemäß einen geringen Nährstoffgehalt und gelegentlich ein für den Rasen ungeeignetes Nährstoffverhältnis, denn die rein organische Substanz enthält meistens nur wenig oder gar kein Kali. In diesem Fall sind öftere Düngergaben und die zusätzliche, separate Kaligabe im Herbst vorteilhaft. Damit alle Nährstoffe in der richtigen Form und Menge auch zur Verfügung stehen, gibt es die speziellen Rasenlangzeitdünger. Gute Rasenlangzeitdünger enthalten die Nährstoffe im richtigen Verhältnis, wirken lang anhaltend, verbrennen den Rasen nicht und fördern das Dichtewachstum. Entsprechend ihrer Zusammensetzung werden Langzeitdünger von Kurzzeitdüngern und Kombinationsdüngern unterschieden.

Mineralische Kurzzeitdünger sind sofort verfügbar, haben aber keine anhaltende Wirkung. Mineralische Langzeitdünger hingegen geben ihren Nährstoffvorrat über einen längeren Zeitraum in dosierter Form ab. Diese bestehen ganz oder überwiegend [über 80 Prozent] aus langsam wirkenden N-Formen synthetisch-organischer oder natürlich-organischer Art sowie umhüllten Düngern.

Art und Anteil des Stickstoffs sind entscheidende Qualitätsmerkmale eines Rasendüngers: Jede NForm hat unterschiedliche Auswirkungen auf Wachstum, Grundwasserbelastung undLangzeitwirkung. Gute Rasenvolldünger haben einen geringen oder gar keinen Anteil Nitratstickstoff,dafür umso mehr Ammoniumstickstoff und Carbamidstickstoff (Harnstoff) in verschiedenen Langzeitvarationen. In Abhängigkeit von der Herstellung [KWL-N und KWUL-N] und dem GesamtStickstoff sind die verschiedenen Rasendünger von dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft den verschiedenen Wirkungstypen zugeordnet. Die Verwendung von Einzelnährstoffen, sofern sie erhältlich sind, ist sehr arbeitsintensiv, dafür aber umso effektiver.

Düngertermine
In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg ist im September zu verzeichnen, dann verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Durch gezielte Düngergaben lassen sich erwünschte Abläufe unterstützen oder unerwünschte Abläufe beeinflussen. Reine Zierrasenflächen ohne Belastung werden zweimal pro Jahr, Spiel - und Sportrasen dreimal pro Jahr gedüngt. Auch Langzeitdünger sollten zweimal statt einmal im Jahr verwandt werden. Der Abbau ist abhängig von der Witterung, wobei die angegebene Abbauzeit bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius berechnet wird. Oft liegen aber bereits im Mai schon die Temperaturen über 20 Grad.

Die erste Düngung mit einem Langzeitdünger erfolgt zum Wachstumsbeginn im Frühjahr Mitte März], die zweite Düngung im Juli. Belasteter Rasen wird in aller Regel dreimal im Jahr mit Langzeitdünger gedüngt. Mögliche Zeiträume sind März, Juli und September/Oktober. Je stärker die Nutzung und je höher der Verschleiß der Gräser ist, desto mehr Nährstoffe werden benötigt. Die Herbstdüngung im Oktober mit einem speziellen Dünger mit viel Kalium hilft dem Rasen besser über den Winter. Im Schatten von Bäumen wachsende Gräser benötigen mindestens eine dreimalige Düngung im Jahr, da die Bäume dem Boden ebenfalls Nährstoffe entziehen.

Beregnen
Rasengräser bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser: Ohne Wasser wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Außerdem erfolgt bei Trockenheit auch keine Nährstoffaufnahme. Der Wasserbedarf eines Rasens hängt wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen [Durchlässigkeit] sowie von dem jeweiligen Rasentyp ab. Bei anhaltender Trockenheit sollte der Rasen Im Abstand von 7 bis 14 Tagen am besten frühmorgens wurzeltief durchfeuchtet werden, das bedeutet, das Wasser sollte 10 bis 15 cm in den Wurzelbereich eindringen. Daraus ergibt sich je nach Bodenart etc. eine Beregnungsmenge von 15 bis 251/qm. So bleiben die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten.

Zu häufiges Beregnen mit geringen Wassergaben sollte ebenso vermieden werden wie Bewässern mit zu hohen Wassermengen, beides verursacht ein flaches Wurzelwachstum Die beste Zeit zum Beregnen ist frühmorgens, damit der Bestand schnell wieder abtrocknet im Laufe des Tages. Gräser unter Bäumen benötigen häufiger Wasser.

Rasenmähen
Regelmäßiges Rasenmähen fördert die Dichte des Rasens: Die Gräser bilden neue Seitentriebe, neue Blätter und Ausläufer. Zudem werden nicht schnittverträgliche Kräuter in ihre Schranken verwiesen. Die Schnitthöhe wirkt sich auf die Narbendichte und das Wurzelwerk aus. Kurz gemähter Rasen zeigt höhere Narbendichte, jedoch geringere Wurzelentwicklung. Eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm ist optimal, im Schatten und zur Sommerzeit jedoch nicht unter 4,5 cm.

Häufiger Fehler bei der Rasenpflege ist ein zu kurzer Schnitt: Werden die Gräser zu tief abgeschnitten, trocknet der Boden schneller aus, und freigelegte Wurzeln sterben ab. Dadurch verzögert sich der Wiederaustrieb, und der Breitwuchs ist gestört. Die Kahlstellen werden mit Unkraut besiedelt. Wenn die Gräser nach einer längeren Mähpause einmal höher gewachsen sind, sollten sie in mehreren Etappen auf die normale Länge zurückgeschnitten werden, das bedeutet: niemals mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abschneiden.

In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, Im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg erfolgt im September, danach verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Für einen Hausrasen können 20 bis 40 Schnitte pro Jahr angegeben werden.

Beim Mulchen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche, denn das Schnittgut soll durch die Bodenorganismen mineralisiert werden, und die enthaltenen Nährstoffe werden dann den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Zudem erspart das Mulchen auch die oft teure Entsorgung des Schnittgutes. Für ein erfolgreiches Mulchen wird ein geeigneter Mulchmäher benötigt, wobei ein Hand - Spindelmäher bei regelmäßigem Einsatz die gleichen Bedingungen erfüllt.

Weiterhin sind folgende Voraussetzungen notwendig:

Der Rasen muss trocken sein, die Schnitthöhe darf nicht zu lang sein, (nicht mehr als 3 cm)es muss also häufiger als üblich gemäht werden [2 mal pro Woche in der Hauptwachstumszeit]. Nur kurzes Schnittgut kann sofort und fast spurenlos vertrocknen. Diese unsichtbare Trockenmasse kann sich ohne Filzschicht wieder mll1eralisieren und zu wertvollem Dünger umgewandelt werden. Ist das Mulchen oder kurze Mähen nicht möglich, dann sollte das Schnittgut auf den Kompost gebracht werden.